#Verwalternachweis #WEG

Als Verwalternachweis ist der Beschluss über die Verwalterbestellung bzw. das Protokoll der Versammlung geeignet. Die Unterschriften von 3 Personen sind notariell zu beglaubigen.

  1. Der Versammlungsleiter,
  2. der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats, in seiner Funktion als Verwaltungsbeiratsmitglied und Wohnungseigentümer,
  3. ein weiterer Wohnungseigentümer, der auch Beiratsmitglied sein kann.

Da Rechtspfleger bei Grundbuchämtern häufig Eintragungshindernisse vermuten, bedrohen Formfehler den Vollzug. Einheitliche Formfehlerkataloge gibt es nicht, vielmehr kann der Rechtspfleger Dinge akzeptieren, die ein anderer regelrecht regelwidrig findet. Als Geschäftswert der Notarhandlung werden 3.000,- € vermutet. Diese Kosten trägt die WEG als sächliche Verwaltungskosten.

Sind die drei Unterschriftsberechtigten beim Notar geleistet, soll der Notar die beglaubigte Urkunde dem Grundbuchamt einreichen. Die häufig vorkommende Routinefrage eines Notars in Verkaufsfällen uns gegenüber lautet bei Abforderung der Verwalterzustimmung: „Wo ist eigentlich der Verwalternachweis?“

Chili_75Px Der Verwalternachweis ist bei uns (ausnahmslos)  zur niedrigsten Blattnummer der Wohnungsgrundbuchblätter,. dem Wohnungseigentum Nr. 1 lt. Aufteilungsplan der Wohnanlage hinterlegt.

Ist der Verwalternachweis fertig, so schickt ihn der Notar, der die letzte Unterschrift beglaubigt hat, an das Grundbuchamt zur niedrigsten Blattnummer der Wohnanlage. Die Kostenrechnungen über die Unterschriftenbeglaubigung bekommen wir zusammen mit einer einfachen Kopie der notariellen Mitteilung nebst Abschrift des Versammlungsprotokolls. Der Notar soll erfahrungsgemäß das Grundbuchamt ersuchen, den Eingang und die Niederlegung zu quittieren. Damit die Verwalterin genau weiß, es ist da und wo ist es genau. In Grundbuchdingen heißt es: Immer alles ganz genau machen.

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#Verwalterbestellung #WEG

Die Wohnungseigentümergemeinschaft bestellt die Verwalterin unbefristet ab (Datum) und für die Dauer von (maximal zulässigen) fünf Jahren. Ggf. abweichend. Berücksichtigt man die übliche Verfahrenspraxis bei uns, einen schriftlichen Verwaltervertrag abzuschließen, gilt das Ausgeführte.

Unsererseits gilt immer ein Paket von Verwalterbestellung (nach WoEigG) und Abschluss eines Dienstvertrages (Verwaltervertrag). In letzterem haben wir regelmäßig niedergelegt, dass die Parteien im Falle einer Unzufriedenheit jährlich (mit einer Frist von sechs Monaten zum Kalenderjahresende) kündigen können. Die WEG kündigt per einfachem Mehrheitsbeschluss auf einer ordnungsgemäß geladenen Eigentümerversammlung. Das ist vorgreiflich ggü. einer unbefristeten Bestelldauer, sodass sich unsere Kunden sicher sein können, bei Bedarf jährlich kündigen zu können.  Die Verwalterbestellung muss schriftlich konkret festgehalten sein. Das Bestellungsprotokoll ist notariell zu beglaubigen (§ 29 GrundbuchO) und beim zuständigen Grundbuchamt als Verwalternachweis zu hinterlegen.

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[Update: 15.02.18]